Sportpsychologe analysiert die Lage des FC Bayern München vor dem Showdown in Villarreal

Sie können diese Kommentare mit ein oder zwei Körnern psychiatrischem Meersalz nehmen, aber ein prominenter Sportpsychologe hat sich mit Tz zusammengesetzt und versucht zu analysieren, was mit Bayern Munch vor dem großen Champions-League-Showdown mit Villarreal schief gelaufen ist.

“Arroganz! Der FC Bayern hatte jahrelang die Einstellung abgelegt, „die schlagen wir im Vorbeigehen, heute reichen 70 Prozent“. Leider ist diese Schlamperei wieder da. Die Einstellung kann nur lauten: „Wir geben unser Bestes. Und wenn wir dann verlieren, brauchen wir uns keine Vorwürfe zu machen, denn dann wissen wir: Heute hatten wir nichts mehr zu geben’ – und sie sind es ihren Fans einfach schuldig, ihr Bestes zu geben“, so Dr. Matthias Herzog.

FC Bayern München v FC Augsburg - Bundesliga

Die Mentalität von Joshua Kimmich scheint in Ordnung zu sein, als er seinen Sohn vor dem Spiel des FC Augsburg auf die Schlittschuhe stellte.
Foto von Stefan Matzke – sampics/Corbis via Getty Images

Auf die Frage, ob es sich um psychische Probleme handele, räumte Herzog ein, dass dies wahrscheinlich der Fall sei.

“Ja leider. Diese schwankenden Leistungen über die Saison lassen sich nur durch den Kopf erklären. Es ist nicht so, dass die Spieler in einem Spiel die Fähigkeiten von Weltklassespielern haben und im nächsten das Fußballspielen verlernt haben. Die Grundkenntnisse sind immer vorhanden. Die Frage ist nur, ob sie sie in ihren Köpfen abrufen können. Und da tut sich der FC Bayern momentan extrem schwer“, sagte Herzog. „Manche Spieler wirken aktuell eher beratungsresistent. Ich bezweifle auch, dass sie alle wirklich willens und hungrig sind. Das ist eine Schande. Denn nur so lassen sich große Titel gewinnen. Für den Meistertitel in Deutschland braucht man das alles nicht, denn die Gegner sind ehrlich gesagt zu „dumm“ und schlagen sich selbst. Den Bayern reicht Mittelmaß. Aber um die Champions League zu gewinnen, sind die Qualitäten, die ich gerade erwähnt habe, entscheidend.“

Autsch.

Was kann der FC Bayern also tun, um am Dienstag das Ruder herumzureißen?

„Indem sie erkennen, warum ihnen der Titel so wichtig ist. Wenn das Warum, der Wunsch nach Titeln, groß ist, entsteht ein Sog. Wenn die Bayern wieder wissen, wofür sie das tun, und damit meine ich nicht Geld, denn davon haben alle genug. Sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und dadurch wieder das Selbstvertrauen zu entwickeln, jeden schlagen zu können. Im Hinspiel war man viel zu sehr damit beschäftigt, auf die Spielweise des Gegners zu reagieren, anstatt das eigene Spiel aufzudrängen und den Gegner damit zur Reaktion zu zwingen. Das ist ein Zeichen dafür, dass es ihnen an Selbstvertrauen gefehlt hat“, sagte Herzog.

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